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Sonntagsandacht für Zuhause, 5. Fastensonntag

 

(bereit gestellt vom Seelsorgeamt des Bistums Erfurt)

 

Zum Thema dieser Andacht passt es gut, wenn Sie Frühlingsblumen auf den Tisch stellen: Tulpen oder einen Strauß aus dem Garten oder Zweige (vielleicht vorm Erfrieren gerettete Blüten) ...

 

 

Eine Kerze anzünden

 

 

Suchen Sie sich einen Ort in der Wohnung, der Ihnen gut für das Gebet scheint. Das kann (gerade zu mehreren) ein Tisch sein oder ein Sessel... Vielleicht können Sie ein Kreuz auf den Tisch legen und eine Kerze anzünden. Wenn Sie gern singen, suchen Sie sich Ihre Lieblingslieder aus dem Gotteslob heraus und fügen sie ein, wo Sie es für gut halten. Alle Gebete sind in der Wir-Form formuliert. Wenn Sie allein sind, ändern Sie entweder in „ich“ oder machen Sie sich bewusst, dass Sie – obwohl jede für sich – mit vielen anderen gemeinsam Gottesdienst feiern.

 

 

Sie dürfen sicher sein: Jesus Christus ist an jedem Ort, wo man ihn willkommen heißt, gerade hier und jetzt ist er da und ansprechbar. Die Kerze ist ein Zeichen für seine Gegenwart. Und so kann die Andacht bewusst mit dem Kreuzzeichen begonnen werden:

 

 

Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

 

 

Wochenrückblick

 

Blicken Sie auf die Woche zurück: Welche Einschränkungen haben Ihnen zu schaffen gemacht? Aber auch welche Hoffnungszeichen haben Sie wahrgenommen: in der Natur, durch Menschen, im Gebet?

 

 

Gebet zu Beginn:

 

„Denn das kreisende Jahr lässt nach des Winters Frost und Nacht den Frühling die Erde für Ostern bereiten.“– so heißt es in einem Hymnus beim Stundengebet in der Fastenzeit. Der Natur ist die Kontaktsperre egal. Trotz unserer beklemmenden Situation bricht überall Leben auf. Ein Hoffnungszeichen? Es könnte unseren Glauben stärken, gerade mit Blick auf Ostern – das Fest der Auferstehung. Wir wollen Christus, der durch den Tod zur Auferstehung gegangen ist, begrüßen, ihn einladen, ihn um Erbarmen, um seine Zuwendung bitten:

 

 

Herr Jesus Christus, lass uns spüren, dass du bei uns bist. Herr erbarme dich.

 

Hilf uns, Gemeinschaft mit anderen zu erleben – gerade in den Einschränkungen. Christus erbarme dich.

 

Hilf, dass wir bald zum normalen Alltag übergehen können und die Gefahr vorbei ist. Herr erbarme dich.

 

 

Tagesgebet:

 

Herr, unser Gott, dein Sohn hat sich aus Liebe zur Welt dem Tod überliefert. Lass uns in seiner Liebe bleiben und mit deiner Gnade aus ihr leben. Darum bitten wir durch Jesus Christus, deinen Sohn, unsern Herrn und Gott, der in der Einheit des Heiligen Geistes mit dir lebt und herrscht in alle Ewigkeit. Amen

 

 

Evangelium und Meditation (wenn kleine Kinder dabei sind: Am Schluss der Andacht findet sich eine kindgemäße Fassung von Evangelium und Auslegung.)

 

 

Das Sonntagsevangelium lesen: Joh 11,1-45

 

Zum Nachsinnen:

 

Der Text lebt von den Worten, die in freundschaftlicher Verbundenheit zwischen Jesus und Maria und Marta gewechselt werden. In diese Gespräche können wir uns einklinken:

 

"Herr, wärst du hier gewesen...“ – Zweimal kommt dieser Satz vor. Wie würde ich ihn vervollständigen?

 

„Ich bin die Auferstehung und das Leben. Glaubst du das?“ –Wie antworte ich darauf? Was heißt das für mich?

 

„Komm heraus!“ – Was würde das für mich heißen? Kann ich Jesus um diese Zusage/Aufforderung anflehen?

 

 

Fürbitten:

 

Wir beten für uns selbst: Gott beschütze uns und lass uns gut durch diese schwere Zeit kommen.

 

Wir beten für alle, die uns nahe sind, obwohl wir uns nicht mit ihnen treffen können, besonders für... (hier Namen einfügen)

 

Wir beten für die Ärzte und Krankenschwestern, besonders für...

 

Wir beten für alle, die sich um ihre Zukunft sorgen, besonders für...

 

Wir beten für die Flüchtlinge und für alle, die unter Kriegen leiden.

 

 

Nun das Vaterunser beten.

 

 

Zum Abschluss:

 

Heute ist der MISEREOR-Sonntag. Wir können eine Spende in einen Umschlag stecken und im Pfarrbüro abgeben. Es kann damit vielen Menschen geholfen werden, denen es schlechte geht als uns.

 

Wir können Frühlingsboten fotografieren oder malen und das Bild als Gruß an Menschen schicken, denen wir eine Freude machen wollen.

 

 

Herr Jesus Christus bleibe bei uns und segne uns. Gehe mit uns auf allen Wegen und trage uns durch Freude, Leid, durch Aufbruch und Unsicherheit. Sei mit allen, die uns lieb sind. Lass erfahren, wie nah du uns bist.

 

Das erbitten wir: im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen

 

 

 

Das Evangeliumfür Kinder:

 

Damals, vor langer Zeit wurde Lazarus krank. So schlimm krank, dass er starb. Lazarus wohnte in Betanien. Er war der Bruder von Maria und Marta. Alle drei waren Freunde von Jesus. Jesus war gerade nicht in Betanien. Er wusste, dass Lazarus krank war und sterben musste. Deshalb war er traurig. Aber er wusste auch, dass Gottes Kraft in ihm war und er Lazarus auferwecken konnte. Als Jesus in Betanien ankam, lief Marta schnell zu ihm. Sie sagte zu ihm: Jesus, wo warst du? Nur, weil du nicht da warst, ist Lazarus gestorben! Jesus sagte zu ihr: Ich komme von Gott! Ich kann ihn aufwecken! Glaubst du das? Marta sagte: Ja, ich glaube das. Dann holte sie ihre Schwester. Sie alle gingen zum Grab. Jesus weinte, weil er traurig war. Aber dann sagte er: Nehmt den Stein vom Grab weg! Marta sagte: Lazarus ist schon tot! Jesus rief ganz laut: Lazarus, komm aus dem Grab heraus! Und Lazarus kam heraus. Da staunten alle. Manche sagten: Jesus kommt wirklich von Gott!

 

Aktion für Kinder:

Das mit Lazarus war ein Wunder! Wir wollen Jesus glauben, dass er Kraft von Gott hat. Dass er uns hilftauch jetzt. Noch können wir uns nicht mit unseren Freunden treffen (hier die Namen einfügen). Aber wir können an sie denken und für sie und uns beten. Dazu den Namen eines lieben Menschen in die Hand schreiben!

 

Jetzt die Andacht mit den Fürbitten fortsetzen.

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Warum müssen Menschen leiden? Wenn man glaubt, dass Gott allmächtig ist und die Menschen über alles liebt, stellt sich irgendwann die Frage: Warum lässt Gott das Leid zu – das unsägliche Leid in der Welt, das persönliche Leid, das hilflos machende Leid von lieben Menschen? Die Bausteine dieses Monatsthemas geben keine Antwort. Dennoch sind sie nicht hoffnungslos. Sie lassen spüren, dass das Leid nicht das letzte Wort hat, sondern dass nach Karfreitag Ostern geschieht.

Bild: Peter Weidemann, In: Pfarrbriefservice.de


Die Werke der Barmherzigkeit für Thüringen:


Bild: Bündnis "Mitmenschlich in Thüringen", In: Pfarrbriefservice.de